SHAEF und Folgen

Das Thema SHAEF (Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force) beschäftigt besonders heutzutage die „Reichsbürger-Szene“. Sie behaupten, die SHAEF-Gesetze würden weiterhin gelten. Ich wollte wissen, was an dieser Behauptung stimmen könnte.
Schnelle Info zu SHAEF: https://de.wikipedia.org/wiki/Supreme_Headquarters_Allied_Expeditionary_Force

Selbstverständlich. Die Struktur von SHAEF (Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force) wurde nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 schrittweise aufgelöst und in verschiedene Nachfolgeorganisationen überführt, die unterschiedliche Aufgaben in der besetzten Nachkriegsdeutschland übernahmen.

Hier ist die zentrale Nachfolger-Struktur im Überblick:

1. Direkter militärischer Nachfolger: USFET / BLA

SHAEF selbst wurde offiziell am 14. Juli 1945 aufgelöst. Die militärische Kontrolle über die von den Westalliierten besetzten Gebiete wurde danach aufgeteilt:

  • U.S. Forces, European Theater (USFET): Übernahm die Befehlsgewalt über die US-Besatzungszone in Deutschland und Österreich. Aus USFET ging später die United States Army, Europe (USAREUR) hervor.
  • British Liberation Army (BLA) / British Army of the Rhine (BAOR): Übernahm die Kontrolle über die britische Besatzungszone. Die BAOR wurde die dauerhafte Streitmacht.

Diese Kommandos waren direkt ihren nationalen Regierungen und (zunächst) noch dem Combined Chiefs of Staff unterstellt.

2. Das zivile politische Kontrollorgan: Alliierter Kontrollrat

Der Alliierte Kontrollrat (Control Council for Germany) mit Sitz in Berlin war die oberste Regierungsgewalt für ganz Deutschland. Er setzte sich aus den vier Militärgouverneuren der USA, Großbritanniens, der UdSSR und Frankreichs zusammen. Er war jedoch nicht die direkte Fortführung von SHAEF, sondern ein völlig neues, vier-Mächte-Gremium, das auf der Ebene der nationalen Regierungen vereinbart wurde (Potsdamer Abkommen).

Die deutsche Entmilitarisierungsbehörde (German Country Unit) von SHAEF ging in die Kontrollratsstrukturen ein.

3. Das eigentliche operative „Nachfolge-Hauptquartier“ für die Westzonen: Alliiertes Kontrollamt

Das operative Geschäft für die Westzonen koordinierte zunächst das Combined Chiefs of Staff Committee, bis die nationalen Kommandos (USFET, BAOR) ihre Arbeit aufnahmen. Eine wichtige koordinierende Rolle spielte auch das Alliierte Kontrollamt (Allied Control Authority) in Frankfurt, das die Politik der Westmächte abstimmte. OMGUS sei weiter noch erwähnt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Office_of_Military_Government_for_Germany_(U.S.)

Schematische Darstellung des Übergangs (1944-1946):

SHAEF (Eisenhower)
│
├── Mai 1945: Kapitulation Deutschlands
├── Juli 1945: Auflösung von SHAEF
│
├── ▶ MILITÄRISCHE BESATZUNG / ZONEN:
│   ├── US-Besatzungszone: **USFET** (später USAREUR)
│   ├── Britische Besatzungszone: **BLA / BAOR**
│   └── Französische Besatzungszone: Französisches Oberkommando
│
└── ▶ POLITISCHE OBERHOHEIT GESAMTDEUTSCHLAND (in Theorie):
    └── **Alliierter Kontrollrat** (Berlin)
         │
         └── Operative Koordination West: **Alliiertes Kontrollamt** (Frankfurt)

Wichtige Unterscheidungen:

  • SHAEF war ein kriegführendes kombiniertes Hauptquartier mit dem Ziel der Niederringung Nazi-Deutschlands.
  • Die Nachfolgestrukturen waren Besatzungsverwaltungen mit den Zielen der Entnazifizierung, Entmilitarisierung, Demokratisierung und Verwaltung eines besiegten Landes.

Spätere Entwicklung:

  • Mit dem beginnenden Kalten Krieg und der Spaltung Deutschlands verlor der Alliierte Kontrollrat ab 1947/48 seine Funktion.
  • In den Westzonen wurden 1947 die amerikanische und britische Zone zur Bizone (mit eigener Verwaltung in Frankfurt) vereinigt, 1948 mit der französischen Zone zur Trizone.
  • Diese Strukturen mündeten 1949 in die Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Die Alliierten behielten sich jedoch durch das Alliierte Hohe Kommissariat (AHK) mit Sitz auf dem Petersberg bei Bonn bis 1955 hoheitliche Rechte vor.
  • Auf militärischer Seite wurde 1951 das Alliierte Oberkommando Europa (SHAPE) der NATO geschaffen, das in gewisser Weise die multinationale Kommandostruktur von SHAEF auf einer neuen, dauerhaften Grundlage fortsetzte.

Die Alliierte Hohe Kommission (AHK) war das höchste alliierte Kontrollorgan in der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1955, das die Oberste Gewalt ausübte, die Bundesregierung überwachte und in Bereichen wie Außenpolitik, Währung und Entmilitarisierung direkt eingreifen konnte, bis sie durch die Pariser Verträge (1955) weitgehend durch diplomatische Beziehungen abgelöst wurde, wobei die Kommissare zu Botschaftern wurden. Sie löste die Militärgouverneure ab und bestand aus den Hohen Kommissaren der USA, Großbritanniens und Frankreichs

Es gibt also nicht die eine Nachfolgeorganisation von SHAEF. Vielmehr wurden seine Funktionen nach Kriegsende aufgespalten in:

Später dann zivile Besatzungsbehörden der Westmächte (Bizone/Trizone, AHK).Nationale Militärkommandos für die Besatzungszonen (USFET, BAOR).
Ein viermächtiges politisches Gremium (Alliierter Kontrollrat).

Zeitliche Entwicklung: Von SHAEF zu den Besatzungsinstitutionen (1944-1949)

Datum / ZeitraumEreignis / OrganisationRolle / FunktionBemerkungen / Nachfolger
Feb. 1944SHAEF aktiviertOberstes Hauptquartier der Alliierten Streitkräfte für die Invasion in Westeuropa und die Niederringung Deutschlands. Unter Eisenhower.Kombiniertes US-britisches Hauptquartier.
8. Mai 1945Kapitulation Deutschlands (VE-Day)SHAEF hat sein Hauptkriegsziel erreicht. Beginnt mit ersten Besatzungsaufgaben.Übergangsphase beginnt.
5. Juni 1945Berliner DeklarationDie vier Alliierten übernehmen die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. SHAEF-Behörden werden zu vorläufigen Besatzungsorganen.Grundlage für den Alliierten Kontrollrat.
Juli 1945Auflösung von SHAEF (offiziell 14.07.)Das kombinierte Hauptquartier wird aufgelöst. Seine Funktionen werden auf neue, nationale und gemeinsame Strukturen verteilt.Ende des Kriegskommandos.
Ab Juli 1945Nationale Militärkommandos werden aktiv:
USFET (U.S. Forces European Theater)
BAOR (British Army of the Rhine)
Franz. Besatzungskommando
Übernahme der militärischen Verwaltung und Kontrolle in den jeweiligen Besatzungszonen. Sie unterstehen ihren nationalen Regierungen.Direkte militärische Nachfolger von SHAEF in den Zonen. Aus USFET wird später USAREUR.
30. Aug. 1945Alliierter Kontrollrat nimmt in Berlin die Arbeit aufHöchste Regierungsgewalt für Gesamtdeutschland. Setzt sich aus den vier Militärgouverneuren zusammen. Beschließt Gesetze und Direktiven für ganz Deutschland.Keine direkte Fortführung von SHAEF, sondern neues Vier-Mächte-Gremium. Scheitert ab 1947 am Ost-West-Konflikt.
1946Zonenwirtschaftsverwaltungen entstehenIn den einzelnen Zonen werden deutsche Verwaltungen unter alliierter Aufsicht aufgebaut (z.B. Länderrat in der US-Zone).Vorläufer der späteren deutschen Selbstverwaltung.
1. Jan. 1947Bizone (Vereinigtes Wirtschaftsgebiet)Fusion der amerikanischen und britischen Zone zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Hauptsitz: Frankfurt am Main (u.a. im IG-Farben-Haus).Wichtiger Schritt zur Weststaatsgründung. Erste gemeinsame deutsche Verwaltung (Wirtschaftsrat, Exekutivrat).
1948TrizoneBeitritt der französischen Besatzungszone zur Bizone.Die drei Westzonen sind nun wirtschaftlich und politisch vereint.
20. Juni 1948Währungsreform in den WestzonenDurchgeführt durch die Westalliierten. Einführung der D-Mark.Entscheidender Trennungsstrich zwischen West und Ost; löst die Berlin-Blockade aus.
1948Alliiertes Hohe Kommissariat (AHK) in VorbereitungDie Westalliierten bereiten die Übertragung von Souveränitätsrechten auf einen westdeutschen Staat vor, behalten sich aber Vorbehaltsrechte vor.Wird offiziell mit Gründung der BRD im Sept. 1949 aktiv. Sitz: Petersberg bei Bonn.
23. Mai 1949Gründung der Bundesrepublik DeutschlandInkrafttreten des Grundgesetzes. Die Besatzungsstatute treten in Kraft, die AHK löst die Militärregierungen ab.Die Besatzungszeit geht in die Phase der bedingten Souveränität über. Die alliierten Kommandos (z.B. USAREUR) bleiben als Stationierungstruppen.
7. Okt. 1949Gründung der Deutschen Demokratischen RepublikDie Sowjetzone wird zum ostdeutschen Staat. Der Alliierte Kontrollrat existiert nur noch auf dem Papier.Vollendung der deutschen Teilung im Kalten Krieg.

Zusammenfassung der Übergänge:

  1. SHAEF (Krieg)USFET/BAOR (Militärbesatzung)
  2. SHAEF-PolitikplanungAlliierter Kontrollrat (Gesamtdeutschland, scheitert)
  3. Besatzungszonen-VerwaltungenBizone/Trizone (Westdeutschland)
  4. Militärregierungen der WestzonenAlliiertes Hohe Kommissariat (AHK) (1949-1955)
  5. Militärische Strukturen (USAREUR, BAOR) bleiben als Stationierungstruppen der NATO in der Bundesrepublik.

Das Besatzungsstatut war ein am 12. Mai 1949 von den drei westlichen Besatzungsmächten (USA, Großbritannien, Frankreich) veröffentlichtes Dokument, das die rechtlichen Beziehungen zwischen der neu zu gründenden Bundesrepublik Deutschland und den Besatzungsbehörden regelte. Es trat am 21. September 1949 mit der Einsetzung der Alliierten Hohen Kommission in Kraft und regelte bis zum 5. Mai 1955 durch Aufhebung die Einschränkung der deutschen Souveränität. Die Rechte der Alliierten in Bezug auf Berlin blieben jedoch bestehen.
Hinweis: Aufhebung impliziert aktives Handeln, meist die einvernehmliche Beseitigung eines bestehenden Rechtsverhältnisses oder Vertrags VOR dessen regulärem Ende.

Hier ist eine genaue Erklärung:


Pariser Verträge (1955)

Die Pariser Verträge von 1955 sind ein absolutes Schlüsselereignis für die deutsche Nachkriegsgeschichte und die europäische Sicherheitsarchitektur. Sie markieren das Ende der Besatzungszeit und den (weitgehend) souveränen Wiedereintritt Westdeutschlands in die Staatengemeinschaft.

Die Pariser Verträge (unterzeichnet am 23. Oktober 1954, in Kraft getreten am 5. Mai 1955) beendeten das Besatzungsstatut von 1949 für die Bundesrepublik Deutschland, gewährten ihr die (weitgehende) Souveränität, ermöglichten die Wiederbewaffnung als NATO-Mitglied und schufen die Grundlage für die west-europäische Integration (u.a. durch die Gründung der WEU). Durch die Stärkung der NATO verlor die WEU immer mehr an Bedeutung und wurde 2011 aufgelöst. Die WEU wurde allerdings hauptsächlich aufgrund der „drohenden Gefahr der UdSSR“ gegründet. Die BRD wurde bewusst integriert, um erneut eine Gefahr für Westeuropa zu werden. Prnzipiell behinderte man damit die BRD der Neutralität und dem möglichen schnellen Ende des Kalten Krieges bzw. Ende der DDR. Das allerdings ist meine ganz persönliche Ansicht. Hier kommt nämlich Stalin ins Spiel, der bereits 1952 durch seine „Stalin-Noten“ erreichen wollte, das die BRD „neutral“ gegenüber Westen und UdSSR sind. Er sah dabei ein „Gesamtdeutschland“ vor, keine DDR. Deutschland sollte neutral bleiben und weder der NATO noch dem Warschauer Pakt angehören. Die Westmächte lehnten ab (nicht Adenauer, der keine Kompetenz dafür erhielt, dieser aber es als kommunistischen Propagandatrick bezeichnete. Stalin wurde 1953 wahrscheinlich ermordet. Das war zum ersten Mal die Nutzung der BRD, um für andere Mächte im Rahmen einer EVG (Europäische Verteidigungsgemeinschaft) als Frontblock zu stehen. Es ging den Westmächten nicht darum, die BRD einfach nach 10 Jahren die Souveränität zu übergeben, sondern dies geschah aus reinem militärischen geopolitischen Interesse.

Warum kam es zu den Pariser Verträgen ?

  • Kalter Krieg: Die Spannung zwischen West und Ost (Blockbildung) erforderte eine klare Westbindung Deutschlands.
  • Korea-Krieg (ab 1950): Verschärfte die Angst vor einem sowjetischen Angriff in Europa. Der Westen wollte Westdeutschland in die Verteidigung einbinden („Deutscher Verteidigungsbeitrag„).
  • Scheitern der EVG : 1954 scheiterte der erste Plan, eine europäische Armee mit deutscher Beteiligung zu schaffen, am Veto der französischen Nationalversammlung. Die Pariser Verträge waren somit die „Notlösung“ bzw. der Alternativplan.
  • Deutsches Streben nach Souveränität: Bundeskanzler Konrad Adenauer (besonders US-freunlich durch die Einheirat der Nichte von John J. McCloy in die Adenauer-Familie) verfolgte konsequent das Ziel der Westintegration und der Wiedererlangung der staatlichen Souveränität als Gegenleistung für den Verteidigungsbeitrag.

3. Die Hauptbestandteile („Vertragspaket“):

Die Pariser Verträge sind ein komplexes Geflecht aus mehreren Abkommen zwischen der BRD, den drei Westalliierten (USA, GB, Frankreich) und anderen westeuropäischen Staaten.

Abkommen / VertragWesentlicher InhaltBedeutung & Konsequenz
1. Deutschlandvertrag (Generalvertrag)
(zwischen BRD & den drei Westmächten)
Die Alliierten heben das Besatzungsstatut auf. Die BRD erhält die offizielle volle Macht eines souveränen Staates über ihre inneren und äußeren Angelegenheiten. (Teilsouveränität/Allerdings unter militärischen Befehl und Aufsicht wohlgemerkt)Endgültiges Ende der Besatzungszeit (5. Mai 1955 = „Tag der Souveränität“).
2. Beitritt zur WEU
(Westeuropäische Union) & NATO
• BRD tritt der WEU bei (einem Verteidigungsbündnis europäischer Staaten).
• BRD wird logischerweise auch schnell Mitglied der NATO.
Wiederbewaffnung wird ermöglicht. Die Bundeswehr wird für die WEU gegründet (Nov. 1955). Die Bundesrepublik verzichtet freiwillig auf die Herstellung von ABC-Waffen und unterstellt ihre Streitkräfte dem NATO-Oberbefehl.
3. Saarstatut
(später geändert)
Sah ursprünglich eine Europäisierung des Saarlandes unter einem EU-Kommissar vor.Das Saarstatut wurde durch eine Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 abgelehnt. Stattdessen folgte 1957 der Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland („Kleines Wiedervereinigungsgesetz“).
4. Verträge mit Frankreich (u.a. über das Saarstatut)Sollten die deutsch-französische Aussöhnung festigen.Grundstein für die spätere enge Partnerschaft (Élysée-Vertrag 1963).

4. Wichtige Vorbehaltsrechte der Alliierten („Teilsouveränität“)

Zwar wurde das Besatzungsstatut im Rahmen für den Eintritt der NATO (mit Statut nämlich gar nicht machbar gewesen, völkerrechtlicher Widerspruch) aufgehoben, aber die Souveränität war eben nicht absolut. Die Alliierten behielten sich bestimmte Rechte vor, vor allem in Bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes (Wiedervereinigungsfrage).

  • Berlin: Die Alliierten blieben für die Sicherheit und den Status Berlins verantwortlich.
  • Gesamtdeutschland & Friedensvertrag: Die Alliierten behielten Rechte und Verantwortlichkeiten in Bezug auf eine künftige deutsche Wiedervereinigung und einen endgültigen Friedensvertrag („Deutschland als Ganzes“).
  • Stationierung von Truppen: Das Recht, Streitkräfte in der BRD zu stationieren, blieb bestehen (nun aber als Bündnispartner, nicht als Besatzer, als aber auch als Befehlsempfänger und Mitstreiter für kommende militärische Aktionen).

5. Unmittelbare Folgen & Bedeutung:

  1. Für die Bundesrepublik:
    • Souveräner Staat: Sie wurde ein (weitgehend) gleichberechtigtes Mitglied der internationalen Gemeinschaft aufgrund der Sicherheit und Angst.
    • Westbindung: Die Integration in die westlichen Verteidigungs- (NATO) und Wirtschaftsstrukturen (später EWG) wurde zementiert. Dies war Adenauers Hauptziel.
    • Wiederbewaffnung: Gründung der Bundeswehr („Parlamentsarmee“).
    • Verzicht auf Alleingänge: Durch die Einbindung in NATO und WEU wurden Ängste der Nachbarn vor einem wiedererstarkenden, unkontrollierten Deutschland beschwichtigt. Was wiederum die fehlende Souveränität belegen tut.
  2. Für die DDR und die Sowjetunion:
    • Die Sowjetunion sah die Verträge als Bruch der Potsdamer Abkommen und als endgültige Spaltung Deutschlands an.
    • Als direkte Reaktion gründete sie am 14. Mai 1955 den Warschauer Pakt (Militärbündnis des Ostblocks) und erklärte die DDR kurz darauf für „souverän“ (obwohl auch sie es de facto nicht war).
  3. Für Europa:
    • Sicherheitsarchitektur: Die Blockbildung im Kalten Krieg wurde verfestigt (NATO vs. Warschauer Pakt).
    • Integration: Der Weg für die Römischen Verträge (1957) und die Gründung der EWG wurde geebnet. Der Kalergi/Schuman-Plan war quasi vor dem Start.

Aus meiner Sicht ist die BRD immer noch besetzt im Rahmen der freien politischen und militärischen (muss ja nicht agressiv sein) Wahl und Grund. Das Besatzungstatut wurde quasi verschoben in die NATO/>EU-Gewalt und den späteren transatlantischen Beziehungen. Man kann eigentlich von einer „Schein-Souveräntität“ sprechen. Es würde sofort Alarm geben, sollte sich eine Wiederholung von 1933 andeuten, sprich, eine Partei, ein unabhängiges Deutschland. Selbst wenn es sich bei der Wiederholung um keine agressive Politik handeln würde. Deutschland wird niemals aus der Abhängigkeit aufgrund der militärischen US-Macht, der NATO, der EU, der Ängste der Franzosen als auch den Briten entlassen. Darüber dürfte man sich im Klaren sein.

Gilt nun SHAEF ?
Nun, SHAEF wurde in neue Zustände gesetzt, die im Grunde den Rahmen der EU, USEUCOM, NATO stellen. Unter diesem Gesichtspunkt gilt SHAEF immer noch in der BRD. Nicht als SHAEF von 1944.