Die Idee eines polnischen Präventivangriffs auf Deutschland im Jahr 1933 ist ein historisches , aber eher tabuisiertes Thema, das diskutiert wird, jedoch dann nicht zu einer militärischen Intervention führte.
- Polnische Sondierungen: Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers im Januar 1933 war der polnische Staatschef Marschall Józef Piłsudski besorgt über die langfristigen Absichten des neuen Regimes. Im März 1933 sondierte er inoffiziell bei der französischen Regierung, ob diese bereit wäre, sich an einer gemeinsamen militärischen Intervention gegen Deutschland zu beteiligen, um Hitlers Aufrüstungspläne zu stoppen, bevor sie eine Bedrohung darstellten.
- Französische Reaktion: Frankreich, zu dieser Zeit politisch instabil und um den Frieden bemüht, zeigte sich an einer solchen Aktion nicht interessiert und reagierte nicht auf die polnischen Vorschläge. Die französische Politik zielte darauf ab, die bestehenden Verträge, wie die von Locarno, einzuhalten und eine Konfrontation zu vermeiden.
- Kein Krieg: Da Polen ohne die Unterstützung Frankreichs nicht bereit war, alleine zu handeln, wurden die Pläne für einen Präventivkrieg nicht umgesetzt.
- Folgen: Stattdessen schloss Deutschland 1934 überraschend den Deutsch-Polnischen Nichtangriffspakt, ein diplomatisches Manöver Hitlers, um Polen zu täuschen und aus seiner außenpolitischen Isolation herauszukommen.
- Hermann Göring soll wohl im Zusammenhang dieses Paktes später mehre Male nach Warschau gereist sein, um die schlechten Verhältnisse der dortigen Deutschen klären. (Danzig-Frage)
- Die damalige deutsche Reichswehr besaß lediglich 110000 Mann. Polen hatte bis zu 300000. Eine Invasion Polen/Frankreich hätte Hitler nie standhalten können. Im Grund rüstete er also auf, weil andere Mächte nicht iw enach Versailles vereinbart abrüsteten.