Legende oder wahr: Verkauf von Kalingrad 1991

Die Klärung der Ostdeutschen Gebiete u.a. Kaliningrad (sowjetische Verwaltung) war damals kein Thema. Zumindest offiziell. Es gab lediglich die klare Äußerung der Kohl/Genscher-Regierung, das man es aufgrund des Drucks und dem 2plus4-Vertrags, kein Interesse an einer Wiedervereinigung des Osten hat. Was Sinn macht: Die USA, England und Frankreich hätten dies niemals zugestimmt. Der Grund dürfte klar sein…die erneute Angst vor einem neuen großen Deutschland, vor allem Frankreich.

Nun kamen aber Gerüchte auf, wonach dieses Thema durchaus behandelt werden sollte von Seiten Gorbatschows, Dugin, Schirinowski. Sogar die Essener Firma Ferrostaal, die sehr tief in den geschäftlichen Beziehungen stand zum obersten Sowjet und KPdSU. Selbst der englische Telegraph, der deutsche Spiegel und der Ferrostaal-Vorsitzende Reinhard von Hennet sowie der Russisch-Übersetzers Ernst Albrecht Nagorny. Natürlich wurde dieses Gerücht dementiert. Auch verständlich.

Dennoch untersuche ich hier, was an dem Gerücht dran ist, denn es war sicherlich der Wunsch der dortigen Völker, wenigstens darüber zu sprechen. Dies geschah aber nicht, zumindest nicht mit den Regierungen.

Telegraph, 21.Januar 2001
GERMANY has launched a secret initiative to acquire economic domination over the former East Prussian capital of Konigsberg in return for waiving part of Moscow’s £22 billion debts to Berlin…

Spiegel 2010 und Geli Batenin
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wiedervereinigung-moskau-bot-verhandlungen-ueber-ostpreussen-an-a-695928.html

Reinhard von Hennet
Auf dem BJO-Frühjahrsseminar „Deutschland und (die) Ostpreußen im 20. Jahrhundert“ vom 20. bis 22. Februar 2015 im Ostheim/Bad Pyrmont:

Ernst Reinhard Nagorny

Es gab also offensichtlich nicht nur ein Gerücht, sondern mehrere Quellen bzw Personen wollten die Idee und Angebot Kaliningrads an die Deutsche Regierung Kohl/Genscher vermitteln. Sie lehnten ab, ÜBER DEN RÜCKEN des deutschen Volkes. Das ist einfach FAKT.