Mehrere Generationen nach Chlodwig übernahmen die Karolinger die Macht im Frankenreich. Der bedeutendste von ihnen war Karl der Große.
- Ausgangspunkt: Er erbte das bereits mächtige Frankenreich.
- Ausdehnung des Reiches: In langen Kriegen erweiterte er das Reich gewaltig:
- Eroberung der Langobarden in Italien.
- Unterwerfung der Sachsen in Norddeutschland (ein langer und blutiger Krieg).
- Eroberung eines Teils Spaniens von den Mauren (Mark Barcelona).
- Kaiserkrönung (800 n. Chr.): Der Höhepunkt seiner Karriere. An Weihnachten des Jahres 800 krönte ihn Papst Leo III. in Rom zum römischen Kaiser. Dies war eine welthistorische Tat:
- Sie stellte die Idee des Römischen Reiches im Westen wieder her.
- Sie verband das fränkische Königtum direkt mit dem Erbe der römischen Caesaren und dem Schutz der Kirche.
- Sie begründete das spätere Heilige Römische Reich Deutscher Nation.
- Karolingische Renaissance: Karl förderte Bildung, Kunst und Kultur. An seinem Hof versammelte er die klügsten Köpfe seiner Zeit, ließ antike Schriften abschreiben und reformierte die Schrift (die karolingische Minuskel ist die Vorlage unserer Kleinbuchstaben).
Die Verbindungslinie
Die Entwicklung lässt sich also so darstellen:
Römisches Reich → Zusammenbruch Westroms → Gründung germanischer Königreiche → CHLODWIG vereint die Franken und gründet ein christliches Reich → KARL DER GROSSE formt daraus ein neues „Römisches Kaiserreich“ und wird zum „Vater Europas“.